1. Geltung und Sicherheitsorganisation
Anbieter ist Felix Häberle, Einzelunternehmen, Liesenstrasse 3, 10115 Berlin, Deutschland. Die Maßnahmen gelten risikobasiert für Fotavio und werden mindestens jährlich sowie nach erheblichen Änderungen überprüft. Zuständigkeiten für Datenschutz, Sicherheit, Vorfälle, Wiederherstellung und Provideränderungen sind benannt; Zugriffsberechtigte werden auf Vertraulichkeit verpflichtet.
2. Zugang und Administrationsschutz
- passwortlose Anmeldung oder OAuth mit begrenzten Scopes und serverseitig begrenzten Sessions;
- MFA für Provider- und Administrationskonten, getrennte Produktionsberechtigungen und regelmäßige Zugriffsreviews;
- Secrets ausschließlich in verschlüsselten Secret-Stores, getrennt nach Zweck und Umgebung;
- Widerruf kompromittierter Sitzungen und Schlüsselrotation nach Vorfällen;
- verschlüsselte, gesperrte und aktuell gehaltene Betreiberendgeräte.
3. Berechtigungen und Mandantentrennung
- Studio-, Projekt- und Familienbezug in fachlichen Datensätzen und Storage-Pfaden;
- PostgreSQL Row Level Security, serverseitige Rollen- und Tenantprüfungen;
- private Buckets und zeitlich begrenzte, gebundene Signed URLs statt öffentlicher Originale;
- kein dauerhafter Support-Impersonationszugang; Break-glass nur begründet, befristet und protokolliert;
- automatisierte Cross-Tenant- und Berechtigungstests vor Releases.
4. Eingabe-, Änderungs- und Weitergabekontrolle
- append-only oder unveränderliche Auditnachweise für sicherheits- und datenschutzrelevante Aktionen;
- Allowlist für Auditdaten; keine Tokens, Passwörter, vollständigen Zahlungsdaten oder unnötigen Bildinhalte in Logs;
- Idempotenz und atomare Datenbankfunktionen gegen Doppelverarbeitung und inkonsistente Status;
- minimierte Nachweise für E-Mail, Webhooks, Exporte, Freigaben und Löschung;
- Provideränderungen werden vor produktiver Aktivierung geprüft und versioniert.
5. Transport- und Speicherschutz
- TLS für Browser-, API- und Providerkommunikation;
- providerseitige Verschlüsselung ruhender Daten und Backups;
- Quarantäne und Datei-, Container- und Größenprüfung für Uploads;
- Entfernung unnötiger EXIF-, GPS-, XMP-, IPTC-, Kommentar- und Textmetadaten vor Veröffentlichung;
- vollständige Karten- und Bankdaten werden direkt von Stripe erhoben und nicht bei Fotavio gespeichert.
6. Verfügbarkeit und Wiederherstellung
- versionierte Migrationen, Datenbankbackups und separater Schutz von Storage-Objekten;
- idempotente Queue-, Retention- und Löschprozesse mit Wiederholungen und Healthchecks;
- Wiederherstellung zunächst isoliert; Lösch- und Sperrlisten werden vor Produktivsetzung erneut angewandt;
- regelmäßige Restore-, Rechte-, Incident-, Break-glass- und Tenant-Exit-Übungen;
- Providerstörungen und Fehlzustände führen nicht zu einer unkontrollierten öffentlichen Freigabe.
7. Datenminimierung und Zweckbindung
- projektbezogene Pflichtfelder, Rechtsgrundlage und Aufbewahrungsregel;
- besondere Kategorien sind ohne gesonderte Prüfung und Freigabe gesperrt;
- QR-/Barcodes zur Sequenzzuordnung, keine Gesichtserkennung oder biometrischen Templates;
- Webhook- und Providerdaten werden nach Verarbeitung auf erforderliche Referenzen reduziert;
- keine Werbepixel oder Marketinganalyse in Studio- und Familienbereichen.
8. Löschung und Aufbewahrung
Sessions bestehen höchstens 30 Tage; deaktivierte Accounts und Studioinhalte nach Vertragsende werden grundsätzlich innerhalb 30 Tagen aus aktiven Systemen entfernt. Auth- und Sicherheitslogs: 30 Tage; operative Ereignisse: 30 Tage; Nachrichteninhalte: 180 Tage; Empfänger-/Providerreferenzen werden nach 365 Tagen pseudonymisiert; Supportinhalte: 180 Tage; rollierende Backups: höchstens 30 Tage. Gesetzliche Belege werden getrennt und gesperrt; Fotos und unnötige Kontaktdaten werden nicht allein wegen eines Belegs aufbewahrt.
9. Betroffenenrechte und Vorfälle
Tenantgebundene Workflows unterstützen Auskunft, Export, Berichtigung, Einschränkung, Widerruf und Löschung. Vorfälle werden mit Zeitachse, Systemen, Umfang, Folgen und Eindämmung dokumentiert; falsche Kinderfoto-Zuordnungen und Cross-Tenant-Zugriffe besitzen einen eigenen Eskalationspfad. Fotavio informiert das Studio unverzüglich und unterstützt dessen Art.-33-/34-Bewertung.
10. Sichere Entwicklung und Wirksamkeitskontrolle
Reproduzierbare Installation, Review, Typecheck, Unit-, Browser-, SQL- und Edge-Tests, Dependency-Lock, Audit, CSP, Security-Header und Build-Allowlist sind Releasevoraussetzungen. Mindestens quartalsweise erfolgen Zugriffs- und Restorekontrollen, mindestens jährlich Incident-, Rechte-, Break-glass- und Tenant-Exit-Übungen. Feststellungen werden behoben und erneut getestet.